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Montag, 21. Dezember 2015

Presenting Our Findings: IMA 1 Glossar

© Tom Gauld
Schnell ging es vorüber, dieses Semester und der Kurs IMA1 - Digital Marketing. Dank unserem Dozenten Bruno Bucher und unseren Kommilitionen durften wir dabei so einiges über die digitale Transformation des Marketings erfahren und verschiedene digitale Werbeinstrumente kennenlernen. Im Folgenden findet Ihr einen Glossar mit (fast) allen Blogeinträgen der HS15-IMA1-Klasse über die vielen unterschiedlichen Aspekte, die das digitale Marketing beinhaltet:
Nun zum Schluss noch die wichtigste Erkenntnis aus diesem Kurs in Form eines Internet-Memes, wie es Tom Gauld vorschlägt (jedoch ohne Katze).


Wir danken unserem Dozenten Bruno Bucher und den Kommilitonen der Klasse HS15 IMA1 für das Knowledge-Sharing.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Big Data, Big Deal

Zurück zum Stichwort «Back to the Future»: 1949 prophezeite George Orwell in seinem Buch 1984 eine Zukunft mit einem totalitären Überwachungsstaat, deren Gedankenpolizei die Bewohner ständiger Videoüberwachung durch sogenannte Telescreens aussetzt. Klingt irgendwie verdächtig ähnlich wie heutzutage die Datensammelsucht von Google (und Google Glass, die es leider oder zum Glück (?) noch nicht in die Verkaufsregale geschafft haben). Offiziell lautet das Ziel von Google, die Informationen der Welt zu organisieren und für alle zu jeder Zeit zugänglich und nutzbar zu machen. Innoffiziell wurde das Motto "Don't be evil" als Leitidee bekannt. Viele Datenschützer führen aber aus, dass die stets zunehmende Sammlung von Nutzerdaten über sämtliche Dienste hinweg zeigt, dass Google dieses Motto aber nicht wirklich beachtet. 

Unter dem Schlagwort «Big Data» wird diese je nach Ansicht böse oder weltverbessernde Tätigkeit von Google allgemein zusammengefasst, die aus Datenströmen Informationen und Wissen über die User sammelt. Wie unser Dozent Bruno Bucher in seinem Buch Digital Marketing schreibt, wird als Big Data die Datenanalyse auf der Basis von Datenvolumen der Grössenordnung ab Terabytes, Petybytes usw. aus unterschiedlichen Datenquellen bezeichnet, mit dem Zweck der Erkenntnisgewinnung und neuer Wertschöpfungen ausserhalb des eigentlichen Motivs für die ursprünglichen Datensammlungen. Visualisert sehen die erwähnten Mengen an Daten etwa so aus: 



Die Beherrschung dieses generierten enormen Ozeans an Informationen verspricht laut Bucher neue Märkte und neue Konsumentenheere, deren Bedürfnisse und Befindlichkeiten man besser denn je zu verstehen versucht. Und vor allem Profit, wie Scott Adams wie folgt pointiert festhält:
© Scott Adams












   

Wie meine Kollegin hier oder hier erläutert, ist die Sammlung der Daten von Usern bereits heute für Unternehmen wie beispielweise Google und Facebook sehr profitabel. Die Beherrschung der enormen Mengen an Daten ist aber noch nicht allen Unternehmen gelungen. Es ist für diese immer noch schwierig abzuschätzen, wie viele Konsumenten wollen, dass sie durch ein vom Hersteller oder Händler bezahltes Computerprogramm beim Einkauf geführt werden, und wie hoch der Anteil derer ist, die dies als Angriff auf ihre Privatsphäre ansehen. Diese Unsicherheit ärgert beide Seiten: Die Anbieter möchten gerne mehr über Ihre Kunden wissen und die Konsumenten haben das Gefühl, die Produzenten wissen bereits viel zu viel über sie. 

Vom gläsernen Kunden sind wir zum Glück mit der aktuellen Datenanalysetechnik noch etwas entfernt. Gegenwärtig wird nur 0.5 % der im Film veranschaulichten Datenmmenge anlysiert. Ob wir je die zu Beginn erwähnten Zustände der totalen Überwachung à la Orwells 1984 erreichen, wird sich zeigen. Der Mathematiker und Informatiker Johannes Buchmann erklärt in einem Interview, dass noch kein Grund zur Panik besteht. Momentan hat jeder Einzene von uns selber die Hoheit darüber, was er von sich beispielsweise auf Facebook zeigt und was er von sich verbirgt. Wenn das datenbasierte Marketing aber so gut wird, dass unser wirtschaftliches Wohergehen in Gefahr gerät, weil wir teure Sachen kaufen, die wir nicht brauchen, muss laut Buchmann der Gesetzgeber einschreiten und die Privatsphäre des Einzelnen schützen.
© Scott Adams
 
 








Wer das mit der Privatsphäre im Zusammenhang Big Data nicht so eng sieht, kann seine Daten auch freiwillig den Marketingfachleuten direkt und ohne Umweg über Facebook zur Verfügung stellen. Und vielleicht ein wenig Geld damit verdienen. Wie? Hier nachlesen.

Weitere Kommilitonen, die sich enenfalls mit dem Thema «Big Data» befassen:

Freitag, 27. November 2015

Süsse Versuchung oder dickflüsser Kariesverursacher?


http://www.pctipp.ch/news/web-dienste/artikel/coop-und-swisscom-im-duett-gegen-amazon-siroop-ist-online-83808/ 









siroop.ch ist eine neue, noch unbekannte Online-Handel-Plattform aus dem Zusammenschluss zweier sehr geläufigen Schweizer Unternehmen, Swisscom und Coop. Dieses neue Shopping-Portal soll sich gegen den internationalen Versandhausriesen Amazon behaupten und tritt in Konkurrenz mit dem Schweizer Portal Galaxus.ch von Migros und Digitec. Ähnlich wie bei Amazon können auf siroop.ch Produkte von verschiedenen Händlern angeboten werden, also nicht nur Coop-Produkte. 

Unter der Adresse siroop.ch wurde nun eine Beta-Version des Shops lanciert. Auf den ersten Klick fällt dem User auf, dass hier der zur Verfügung stehende Platz im Browserfenster momentan sehr, sehr grosszügig genutzt wird. Vielleicht etwas zu sehr, man scrollt und scrollt sich durch im Verhältnis winzige Produktfotos auf riesigen grauen und weissen Farbflächen. Nach der unendlich erscheinenden Suche klickt man schliesslich auf das gewünschte Produkt. Und landet auf einer Seite, die ebenfalls eine gigantische Typografie der Produkttitel sowie –beschreibungen mit viel leerem Zwischenraum ausweist. Was übrigens unsere Kommilitonen, die Marketing-Avengers, gleichermassen bemängelten inkl. der im Vergleich zu hohen Preise
Kurz, das Layout des Online-Portal hinterlässt in der Beta-Version noch den Eindruck, als wäre es auf den Handy- oder iPad Mini-User ausgerichtet, für die die Riesenschrift und grosszügige Platzierung auf den kleineren Bildschirm wohl mehr Sinn ergibt. Oder vielleicht will man die attraktive Zielgruppe der älteren Generationen mit Sehschwierigkeiten nicht ausschliessen. Im Vergleich zum direkten Konkurrent Galaxus ist auch die Menüführung noch verbesserungswürdig. Galaxus, deren Layout auf dem jahrelang erprobten und konstant weiterentwickelten Format von Digitec aufbaut, ist um einiges übersichtlicher und intuitiver zu handhaben.

Die Usability lässt sich also noch verbessern, aber aus diesem Grund werden ja Beta-Versionen erstellt. Der Feedback-Button ist auf siroop.ch prominent unten rechts platziert. Damit kann man weitere Faktoren melden, welche im eCommerce als überlebenswichtig oder als empfehlenswert angesehen werden und siroop.ch momentan noch etwas vernachlässigt: Das Fehlen einer Anmeldefunktion, keine Möglichkeit User-Generated Content zu produzieren (wie z. B. Produktbewertungen, -empfehlungen) und die Abwesenheit der Sprachauswahl (z. B. Französisch für die Weschschweiz oder Englisch für die Expats).
Positiv lässt sich hervorheben, dass der Einkaufprozess auf siroop bereits in der Entwicklungsphase sehr einfach zu handhaben ist. In wenigen Klicks hat man sich durch das Anmeldungs- und Zahlungsprozedere durchgeklickt. Auch eine erfreuliche Eigenschaft ist die Option, den Einkauf direkt bei einer Pick-up-Sation abzuholen, wie z. B. in einem Coop Pronto Shop. In der momentanen Pilotphase ist dies nur in der Region Bern vorgesehen, weitere Stationen sollen nach dem Abschluss der Entwicklungsphase hinzukommen.
Ob es Coop und Swisscom gelingen wird, langfristig Siroop gemeinsam mit nationalen, regionalen und lokalen Drittanbietern als den «beliebtesten Onlinemarktplatz der Schweiz» zu positionieren, wird sich zeigen. Bis dahin haben die Webentwickler und Grafiker noch einiges zu tun. Mit dem aktuellen Auftritt wird siroop.ch eher als ungeniessbaren, zähflüssigen Sirup aus der Flasche anstatt des köstlichen Süssgetränkes im Glas wahrgenommen.
(Via und via)

UPDATE (30.11.2015)

Weitere IMA1-Kommilitonen haben sich zum Auftritt von siroop.ch ebenfalls geäussert!
Die Beiträge sind wie folgt zu finden:

  • Blogschrift bietet Informationen zum Kooperationsprojekt hier
  • Pubblidig kritisiert unter anderem die mangelhafte Suchfunktion hier
  • Das Digitale Abenteuer stört sich an den vielen nötigen Klicks bei der Produktauswahl hier

Montag, 5. Oktober 2015

Digital Marketing vs. Traditional Marketing



Worin besteht der Unterschied zwischen Digital Marketing und traditionellem Marketing? Der Artikel "Flipper statt Bowling" des Magazins "Brand Eins" beantwortet diese Frage mit einer schönen Metapher: Als es noch kein Internet gab, war das Marketing wie Bowling. Die Marketingfachleute zielten mit ihrer Botschaft auf ziemlich homogene Zielgruppen in vorgegebenen Bahnen (d.h. mittels TV, Print, Radio). Heutzutage jedoch stehen sie am Flipperautomaten. Viele Kugeln und wenig Kontrolle darüber, auf welchen Bahnen diese rollen bzw. wo und wie sie ankommen, zeichnen einen solchen Apparat aus (d.h. unter anderem die Nutzung von Social Media, Google-Ads, Banners, Native Advertising etc.).

Die zunehmende Digitalisierung des Marketings hat die Arbeit der Marketingfachleute verändert. Das früher verwendete einfache Kommunikationsmodell vom Sender (Hersteller, Marke) zum Empfänger (Kunde) wurde abgelöst durch eine Art Gruppendiskussion, in der jeder mit jedem via Social-Media sprechen kann und tut. Die Kunden sind heute informierter als je zuvor und besitzen unzählige Möglichkeiten sich und ihre Meinungen öffentlich auszutauschen. Dadurch wird der Wettbewerb immer intensiver und das Marketing immer wichtiger. Jedoch ist es schwierig, dessen Rolle klar zu identifizieren: Das komplexe Spiel auf dem Flipperkasten, geschweige denn wie die Kugeln zu beeinflussen sind, ist nicht einfach zu verstehen.

Wie wird mit den erwähnten neuen Herausforderungen im Digital Marketing umgegangen? Kann man Kundensegmente in der digitalen Welt noch gezielt ansprechen? Muss man dies überhaupt noch? Antworten auf solche und weitere Fragen sowie Denkanstösse zum Umgang mit den neuen digitalen Marketingmitteln (wie z.B. Native Advertising) erhoffen wir im Kurs IMA1 - Digital Marketing zu erhalten. 

Fabienne Giroud und Jam Jopp