Zurück zum Stichwort «Back to the Future»: 1949 prophezeite George Orwell in seinem Buch 1984
eine Zukunft mit einem totalitären Überwachungsstaat, deren Gedankenpolizei die
Bewohner ständiger Videoüberwachung durch sogenannte Telescreens aussetzt.
Klingt irgendwie verdächtig ähnlich wie heutzutage die Datensammelsucht von Google (und Google Glass, die es leider oder zum Glück (?) noch nicht in die
Verkaufsregale geschafft haben). Offiziell lautet das Ziel von Google, die Informationen der Welt zu organisieren
und für alle zu jeder Zeit zugänglich und nutzbar zu machen. Innoffiziell wurde das Motto "Don't be evil" als Leitidee bekannt. Viele Datenschützer führen aber aus, dass die stets zunehmende Sammlung von Nutzerdaten über sämtliche Dienste
hinweg zeigt, dass Google dieses Motto aber nicht wirklich beachtet.
Unter dem Schlagwort «Big Data» wird diese je nach Ansicht böse oder weltverbessernde Tätigkeit von Google allgemein
zusammengefasst, die aus Datenströmen Informationen und Wissen über die User sammelt. Wie unser Dozent Bruno Bucher in seinem Buch Digital Marketing schreibt, wird als Big Data die Datenanalyse auf der Basis von Datenvolumen der
Grössenordnung ab Terabytes, Petybytes usw. aus unterschiedlichen Datenquellen
bezeichnet, mit dem Zweck der Erkenntnisgewinnung und neuer Wertschöpfungen
ausserhalb des eigentlichen Motivs für die ursprünglichen Datensammlungen. Visualisert sehen die erwähnten Mengen an Daten etwa so aus:
Die
Beherrschung dieses generierten enormen Ozeans an Informationen verspricht laut Bucher neue Märkte
und neue Konsumentenheere, deren Bedürfnisse und Befindlichkeiten man besser
denn je zu verstehen versucht. Und vor allem Profit, wie Scott Adams wie folgt pointiert festhält:
Wie meine Kollegin hier oder hier erläutert, ist die Sammlung der Daten von Usern bereits heute für Unternehmen wie beispielweise Google und Facebook sehr profitabel. Die Beherrschung der enormen Mengen an Daten ist aber noch nicht allen Unternehmen gelungen. Es ist für diese immer noch schwierig abzuschätzen, wie viele Konsumenten wollen, dass sie durch ein vom
Hersteller oder Händler bezahltes Computerprogramm beim Einkauf geführt werden, und wie hoch der Anteil derer ist, die dies als Angriff auf ihre Privatsphäre ansehen. Diese Unsicherheit ärgert beide Seiten: Die Anbieter möchten gerne mehr über Ihre Kunden wissen und die Konsumenten haben das Gefühl, die Produzenten wissen bereits viel zu viel über sie.
Vom gläsernen Kunden sind wir zum Glück mit der aktuellen Datenanalysetechnik noch etwas entfernt. Gegenwärtig wird nur 0.5 % der im Film veranschaulichten Datenmmenge anlysiert. Ob wir je die zu Beginn erwähnten Zustände der totalen Überwachung à la Orwells 1984 erreichen, wird sich zeigen. Der Mathematiker und Informatiker Johannes Buchmann erklärt in einem Interview, dass noch kein Grund zur Panik besteht. Momentan hat jeder Einzene von uns selber die Hoheit darüber, was er von sich beispielsweise auf Facebook zeigt und was er von sich verbirgt. Wenn das datenbasierte Marketing aber so gut wird, dass unser wirtschaftliches Wohergehen in Gefahr gerät, weil wir teure Sachen kaufen, die wir nicht brauchen, muss laut Buchmann der Gesetzgeber einschreiten und die Privatsphäre des Einzelnen schützen.
Wer das mit der Privatsphäre im Zusammenhang Big Data nicht so eng sieht, kann seine Daten auch freiwillig den Marketingfachleuten direkt und ohne Umweg über Facebook zur Verfügung stellen. Und vielleicht ein wenig Geld damit verdienen. Wie? Hier nachlesen.
Weitere Kommilitonen, die sich enenfalls mit dem Thema «Big Data» befassen:
In our post “Facebook ist unehrlich und schleimig” we talked about how Google and Facebook use our personal information and the consequences of this act. We felt astonished by the fact that they make profit despite all their registration processes are for free. So how do these companies exactly make money?
According to Investopedia, a website dedicated to educate the world about finance, there are 277 million users on LinkedIn and and as many on Twitter, 1.2 billions on Facebook and 540 millions on Google+. Since the registration on all of this sites is free, the profits for these companies resulting from their registrated users should be zero. Ultimately 277 million twitter users times zero equals zero. However, according to Investopedia: ”if you are not paying for the product, the product is you”. But what does that exactly mean?
The mechanism behind Facebook is all about the likes. Every user on Facebook posts a status update, comments and likes different photos, status updates of his/her friends and facebook pages of all kind of companies, music and movie stars, lifestyle habits, electronic equipment and so on. It is also possible to interact with other users or directly with the companies. This interaction is the primary reason why Facebook, Twitter and other social media sites exist, but it is also their main way to make profit. All the shared personal information is collected by the social media networks in order to create a database system of information about the likes/dislikes of their users which they sell to different clients who use this information for their advertising campaigns. This clients then have the choice between different advertising services such as:
- Boost the posts
- Promote the page
- Redirect people to the website
- Increase conversations on the website
- Get downloads of an App
- Increase engagement in an App
- Raise attendance at an event
- Get people to claim an offer
- Get more views on videos
On Facebook the first step in this process is defining the audience you want to reach, then calculating the potential reached persons and how much this order will cost you.
Now it is clear why Facebook wants everyone to join their network. The higher the number of users, the more attractive gets the advertising and the more are advertisers willing to pay for it. And obviously in the end the profit will also be bigger for Facebook themselves. No wonder Facebook bought the company “WhatsApp” for $19 billions, which has 400 million users and therefore a lot of aditional information worth selling to advertising companies.